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Aufgeben? Niemals! Jana Albazi – MutmacherIn@AKAD

Krisen, sind sie noch so groß und existenziell, müssen nie das Ende sein. Das weiß Jana Albazi ganz genau – und sie lebt es. Als Geflüchtete kam sie 2016 mach Deutschland. Inzwischen ist sie in ihrem Masterstudium an der AKAD University weit fortgeschritten. Eine neue Geschichte aus der Reihe der #MutmacherIn@AKAD, in der AKAD-Studierende und -Alumni herausfordernde Situationen, Höhen und Tiefen sowie motivierende Ereignisse aus ihrem Leben mit uns teilen.

Jana Albazi, Master-Studierende und AKAD-Flüchtlingsstipendiatin

Nahrain Albazi, AKAD-Stipendiatin auf dem Weg zum Master-Abschluss.

Hochschwanger und zum wiederholten Male auf der Flucht. So startete Jana Albazi 2016 ihr neues Leben in Deutschland. Zurückgelassen hatte sie nicht nur ihre Heimat Irak, mit allem, was zur Heimat dazugehört. Auch ihre Karriere ließ sie hinter sich, einen verantwortungsvollen Job als Business Consultant bei Toyota, mit Verantwortung für ein 15-köpfiges Team. Stattdessen: Neubeginn in Deutschland, ohne Sprachkenntnisse, ohne Erwerbsarbeit, mit Baby.

Aufgeben war nie eine Option, das hatte sie sich bereits in ihrer Heimat bewiesen, wo sie bereits zuvor einige Male alles hinter sich lassen und an einem für sie sichereren Ort neu beginnen musste. Nun also Deutschland. Und eine neue Hoffnung: Nahrain Albazi bewarb sich um eines der Flüchtlingsstipendien der AKAD, lernte intensiv Deutsch – von null auf Level C1 – und begann schließlich ein Masterstudium in Wirtschaftsingenieurwesen an der AKAD. Studieren ist wie eine neue Hoffnung. Ich stehe morgens auf und weiß, dass etwas Gutes auf mich wartet, sagte sie uns damals. Und heute? Wir haben nachgefragt.

Zwischen Pandemie und Kinderbetreuung

Liebe Frau Albazi, inzwischen ist einige Zeit vergangen, seitdem wir das letzte Mal voneinander gehört haben. Was war in dieser vergangenen Zeit die größte Herausforderung für Sie?

Die größte Herausforderung in den letzten Jahren war die Pandemie. Der Lockdown, fehlende Kinderbetreuung und geschlossene Bibliotheken am Anfang der Pandemie haben das Studium erschwert.

Wie haben Sie diese Herausforderung gelöst?

Im Laufe der Zeit wurde die Kinderbetreuung langsam geregelt und ich konnte wieder Zeit zum Studieren finden. Mit den Onlineklausuren war ich nicht mehr davon abhängig, ob ein Prüfungszentrum offen ist. Assignments konnte ich auch normal schreiben, da die Bibliotheken reagiert und ihre digitalen Angebote erweitert haben.

Die Pandemie hat sich natürlich insgesamt negativ ausgewirkt. Trotzdem habe ich versucht, das Beste daraus zu machen und mich auf das Studium völlig zu konzentrieren.

Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich mein Studium nicht abbrechen oder große Umstellungen machen musste, da alles online war. Die Flexibilität des Studiums habe ich in dieser schwierigen Zeit besonders schätzen gelernt. In einer konventionellen Präsenz-Institution hätte ich es nicht schaffen können.

“Werde mich immer für Onlineklausuren entscheiden”

Das heißt, sie haben auch Ihre Erfahrungen mit den Onlineklausuren machen können?

Ja. Während des Lockdowns habe ich meine erste Termin-Onlineklausur geschrieben und ich war damit sehr zufrieden. Inhaltlich war die Prüfung gleich wie in Präsenz. Technisch habe ich vor der Prüfung die zur Verfügung gestellten Einleitungen durchgelesen und war zum Zeitpunkt der Prüfung bestens vorbereitet. Ein Pluspunkt finde ich auch die Zeit, die durch Onlineklausuren gespart wird. Ich wohne eigentlich nicht weit entfernt vom Stuttgarter Prüfungszentrum, trotzdem hätte ich einmal eine Prüfung wegen Stau und Bauarbeiten fast verpasst. Mit dem Stress würde ich nochmal nicht umgehen wollen und werde mich somit immer für die Onlineklausuren entscheiden. Als eine perfekte Ergänzung zu meinem Onlinestudium finde ich das Angebot an SOK, also Sofort-Onlineklausuren. Ich bereite mich zurzeit auf meine erste SOK vor und bin sehr gespannt, wie das ablaufen wird.

Mal so insgesamt zurückgeschaut: Würden Sie diesen Weg des Fernstudiums noch einmal gehen?

Mein Ziel war und bleibt, eine Karriere in Deutschland zu machen. Trotz aller Schwierigkeiten in den vergangenen Jahren bin ich froh, dass ich jeden Tag diesem Ziel nahekomme. Jedes Assignment und jede Klausur, die ich geschrieben habe, haben mich nach vorne gebracht. Es geht mir bei meinem Studium weniger darum, eine gute Leistung zu bringen. Das ist nach der Bearbeitung der Studienmaterialien bei der AKAD machbar. Es geht vielmehr darum, dass ich so viele Informationen wie möglich sammle und den Einstieg ins Berufsleben in Deutschland schaffe.

Das hört sich gut an. Wie sehen Ihre Pläne für dieses Jahr aus?

Ich freue mich auf dieses Jahr sehr. Seit Anfang des Jahres habe ich mit einer Berufstätigkeit in der Digitalisierung angefangen. Jetzt habe ich die Chance, mein theoretisches Wissen in der Praxis umzusetzen.

Keine Angst vor der Sprache!

Ihre Geschichte, Ihr Mut, sich dieser Herausforderung zu stellen und nun der Erfüllung dieses Ziels einer Karriere in Deutschland immer näherzukommen, bzw. bereits den ersten Schritt getan zu haben, ist bewundernswert und sicher auch eine Inspiration für andere. Was würden Sie diesen raten?

Mein Tipp wäre: keine Angst vor der Sprache! Nur der Anfang ist schwierig, aber dann merkt man, dass es beim Deutsch um eine strukturierte und verständliche Sprache handelt. Wichtig ist, konsistent und zielorientiert zu bleiben.

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