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Duales Studium: Student und Arbeitgeber im Gespräch

Ein duales Studium an der AKAD University bedeutet: Theorie und Praxis aufs Engste verzahnt. Digital, kein phasenweises Hin und Her zwischen Unternehmen und Hochschule und trotz Fernstudiums große Nähe zu den Dozenten. Paul Wittmann ist einer der ersten dual Studierenden der AKAD. Er arbeitet bei der Axxedo-Consult Gmbh, die im Bereich prozessoptimiertes IT-Management tätig ist. Gemeinsam mit seinem Chef Martin Reißner, Geschäftsführer der AXXEDO-Consult GmbH, berichtet er über die Erfahrungen aus dem ersten Jahr duales AKAD-Studium.

Herr Wittmann, Herr Reißner, schön, dass Sie uns ein wenig aus Ihrem Berufs- und Studienalltag erzählen wollen. Steigen wir doch direkt mal ein. Herr Wittmann, Sie sind seit zwei Semestern dualer Student bei der AKAD und bei Axxedo tätig. Wie kam es zu dieser Kombination?

Paul Wittmann: Der Anstoß dazu kam von mir. Ich habe seit 2018 bei der Axxedo als Werkstudent gearbeitet und an der Uni Tübingen Informatik studiert. Allerdings habe ich gemerkt, dass mir das Unistudium gar nicht so taugt. Ich wusste jedoch, dass es die richtige berufliche Richtung ist. Also bin ich auf Herrn Reißner zugegangen und habe ihm gesagt, ich würde gerne eine Ausbildung oder ein duales Studium machen. Wir haben uns beraten, ich habe mit Freunden und Familie diskutiert. Und bin beim dualen Studium der Wirtschaftsinformatik gelandet.

Herr Reißner, warum haben Sie sich dazu entschieden, Herrn Wittmann ein duales Studium an der AKAD zu ermöglichen?

Martin Reißner

Martin Reißner: Schon bevor Paul auf uns zukam, hatten wir uns mit dem Thema duales Studium auseinandergesetzt, bereits erste Gespräche mit einer dualen Hochschule geführt. Bisher hatten wir immer nur Akademiker eingestellt und gar nicht selbst ausgebildet. Dann hat Paul Interesse an einem Studium an der AKAD geäußert. Da wir überzeugt waren, dass es für ihn eine gute Lösung ist, haben wir Kontakt zur AKAD aufgenommen. Es hat alles direkt gepasst. Und die Erfahrungen aus dem ersten Jahr sind durchweg positiv.

Vorteile für beide Seiten

Verraten Sie uns genauer, warum? Wo sehen Sie Vorteile für Ihr Unternehmen?

Martin Reißner: Einen großen Vorteil sehe ich im Studienmodell. Es gibt keinen Blockunterricht. Paul wechselt in der Woche zwischen Arbeit und Studium. Ich kann mir vorstellen, dass es für die Studierenden etwas schwieriger ist, wenn man sich von einem Tag auf den anderen auf andere Themen einlassen muss. Ich halte es aber für eine ganz gute Schule für den Berufsweg. Darüber hinaus können wir Paul sehr viel effizienter einsetzen. So ist er beispielsweise in ein Projekt eingebunden, das bis Jahresende geplant ist. Er kann viel mehr echte Praxiserfahrung sammeln, als wenn wir ihm eine sinnvolle Aufgabe geben müssten, die dann nach zwei Monaten Praxisphase abgeschlossen wäre.

Und inhaltlich? Profitieren Sie als Unternehmen von den Inhalten des dualen AKAD-Studiums?

Martin Reißner: Ich hoffe mal, dass es vor allem andersherum ist: Dass Paul von der praktischen Erfahrung, die er bei uns sammelt, unmittelbar in seinem Studium profitiert. Wenn es in den nächsten Semestern auch mal tiefer in die Materie geht, sieht man sicherlich, ob man den ein oder anderen theoretischen Aspekt ins Praktische übernehmen kann. Bislang war es eher umgekehrt. Oder, Paul?

Paul Wittmann

Paul Wittmann: Ja, das hast du relativ gut auf den Punkt getroffen. Ich finde aber bereits Parallelen in den letzten zwei Semestern bei Themen, die sich mit Projektmanagement auseinandersetzen. Das hat mir viel gebracht, weil man beispielsweise bei Terminen mit Kunden versucht mit einem anderen Blick ranzugehen oder auf andere Dinge zu achten: Wir drückt man sich aus? Wie geht man mit einem heiklen Thema um?

Duales AKAD-Studium: Struktur passt in Arbeitsalltag

Und wie empfinden Sie das? Duales Studium an der AKAD, ist das für Sie die optimale Lösung?

Paul Wittmann: Es gibt Tage, da fällt einem das „Umswitchen“ leichter, dann wieder schwerer. Ich arbeite montags den ganzen Tag, mittwochs halbtags und freitags wieder den ganzen Tag und konzentriere mich ansonsten auf das Studium. Ich bin sehr zufrieden mit dem Modell und froh, dass ich dadurch sehr gut mitarbeiten und viel Praxiserfahrung sammeln kann.

Was machen Sie denn konkret in Ihrem Arbeitsalltag?

Paul Wittmann: Ich bin im Technischen Support eingesetzt, in der Supportbetreuung, bei der technischen Umsetzung von Workflows in Kundenunternehmen, war auch schon beteiligt daran, ein Pflichtenheft zu schreiben. Ich bin sehr viel im Projektbereich mit dabei.

Martin Reißner: Wir möchten die Verzahnung von Theorie und Praxis optimal ermöglichen. Wir sind dazu auch mit der AKAD in Verbindung. Wir schauen uns zu Semesterbeginn den Studienplan an, um zu sehen: Was sind die Inhalte? Wie kann man sie in den Arbeitsalltag integrieren? Das ist ja auch letztlich Sinn und Zweck des dualen Studiums, dass man sagt: Thema in diesem Semester sind beispielsweise Datenbanken. Also widmet man sich diesem Thema in Projekten genauer – soweit es möglich ist. Denn auch wir haben ja Interesse daran, dass wir die optimale Ausbildung gewährleisten und damit den optimalen Erfolg für den Studenten und das Unternehmen erzielen.

So mit dem Blick auf das erste Jahr, das hinter Ihnen liegt: Fühlen Sie sich jetzt auf dem richtigen Weg?

Paul Wittmann: Definitiv ja. Die Verknüpfung mit der Praxis ist eng. An der AKAD ist, so meine Erfahrung, ein anderer Betreuungswunsch da als an der Uni. Man erhält konstruktives Feedback zur Hausarbeit oder auch mal Lektüreempfehlungen. An der Uni fühlte ich mich in einem Hörsaal mit 600 Leuten eher wie eine Nummer, ein unbekanntes Gesicht. Ich hatte ich teilweise den Eindruck, manche Professoren halten ihre Vorlesungen, damit sie forschen können. Die haben dann ihr Skript runtergelesen und das war‘s dann. Das erlebe ich an der AKAD so nicht.

Was ist anders?

Paul Wittmann: Ich denke beispielsweise an den Termin, den alle dual Studierenden alle zwei Wochen mit Prof. Dr. Markus Grottke haben. Er gibt sich die größte Mühe, uns dazu anzuleiten, nach den Sternen zu greifen. So gibt es jedes Mal eine Feedbackrunde, außerdem hält immer jemand eine zehnminütige Präsentation. Das zu können ist ja auch im Beruf wichtig. Auch mit den Modultutoren habe ich positive Erfahrungen gemacht.

Mehr Flexibilität als an der Präsenz-Universität

Das ist schön zu hören. Und wie empfinden Sie das digitale Studieren so generell? Sie haben ja den direkten Vergleich?

Paul Wittmann: Ach, es gibt Tage, da wünsche ich mir eine Vorlesung zurück, in der man sich einfach nur berieseln lassen kann. Gerade, wenn man morgens vielleicht anstrengende Themen hatte und der Kopf noch nicht ganz frei ist. Wenn man einen Studienbrief liest, muss man einfach „dabei“ sein. Hilfreich finde ich da aber die Online-Seminare, in denen man erfährt, was besonders relevant ist in dem jeweiligen Studienbrief.

Man muss sich sicher erst einmal einarbeiten in das digitale Fernlernen, aber es hört sich an, als sei Ihnen das gelungen.

Paul Wittmann: Ja, ich denke schon. Es ist schön, mal sagen zu können: Jetzt investiere ich mal etwas mehr Zeit in die Arbeit, weil gerade zwei wichtige Projekte abgeschlossen werden, dafür mache ich nächste Woche dann wieder mehr fürs Studium. Das ging mit den Assignments, die ich bisher geschrieben habe, sehr gut. Und ist mit den Sofort-Onlineklausuren auch gegeben. Da kann ich sagen: Jetzt fühle ich mich bereit – auch wenn es vielleicht drei Tage vor meinem für mich gesetzten Termin ist. Und wenn es drei Tage danach ist, ist‘s auch okay. Ein bisschen schwerer fiel es mir bisher mit den Termin-Onlineklausuren, obwohl diese auch ihre Vorteile haben.

Prüfung in gewohnter Umgebung absolvieren

Inwiefern?

Paul Wittmann: Dadurch, dass die meisten am Samstagnachmittag stattfinden – das liegt sicher daran, dass die meisten Studierenden das berufsbegleitend machen – ist das für mich manchmal schwierig. Ich habe schon eine Klausur geschrieben und dann hat der Nachbar den Rasenmäher angemacht und nebendran haben die Kinder im Pool gespielt. Konzentrieren kann dann herausfordernd sein. Aber die Termin-Onlineklausuren sind dann andererseits doch wieder sehr angenehm. Denn ich müsste für eine Präsenzklausur von Tübingen ja nach Stuttgart reinfahren. Zu wissen, ich setze mich jetzt zu Hause auf meinen Stuhl, an meinen Tisch, kann also in der gewohnten Umgebung bleiben, das gibt einem Sicherheit.

Ein Blick in die Zukunft

Sie studieren gerade einen Bachelor-Studiengang. Wissen Sie schon, ob Sie danach noch weitergehen?

Paul Wittmann: Ich glaube, ich bleibe beim Bachelor. Und freue mich auf den Einstieg ins Berufsleben.

Was sagen Sie dazu, Herr Reißner?

Martin Reißner: Ich würde es sehr begrüßen, wenn Paul nach dem Bachelor bei uns einsteigen würde. Das ist ja auch unsere Zielsetzung. Indem wir ihn in viele Projekte integrieren, geben wir ihm da nach und nach eine gewisse Mitverantwortung. Wenn er weiterhin so erfolgreich studiert und vorankommt, kann ich mir gut vorstellen, dass es in zwei-, zweieinhalb Jahren zu einer festen Anstellung führt.

Ein dualer Student oder eine duale Studierende ist ja sicher auch ein Vorteil für Ihr Unternehmen – da fällt eine ganze Menge Einarbeitungszeit weg, weil der frisch gebackene Akademiker Unternehmen und Kunden schon kennt …

Martin Reißner: Ja, das stimmt. Daher kann ich sagen: Auch aus unserer Sicht ist die Kooperation mit der AKAD bisher absolut positiv verlaufen. Und ich bin guter Dinge, dass es weiter so verläuft.

Lieber Herr Reißner, lieber Herr Wittmann, vielen Dank für das Gespräch!


Interesse an einem dualen Studium an der AKAD? Wir haben aktuelle Studienplatzangebote und alle Fächer, die dual studiert werden können, auf unserer Website zusammengefasst.

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