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Was IT-ler alles können…

Dass ITler gefragte Leute sind, ist bekannt. Ein Informatikstudium – zum Beispiel an der AKAD University – ist also immer eine gute Wahl. Wozu ein IT-Mitarbeiter einer Anwaltskanzlei fähig war, ging dieser Tage durch die Medien: Er automatisierte im Homeoffice vollständig seinen Job und niemand hat’s angeblich gemerkt. Dabei ist ein Abschluss in Informatik der Grundstein für wirklich vielfältige Tätigkeiten, die man eigentlich doch nur ungern von einem automatisierten System erledigen lässt.

Programmieren
Charles Deluvio/Unsplash.com

Und so wurde die Geschichte erzählt: Ursprünglich wird der besagte Mitarbeiter für einen Full-Time-Job eingestellt. Seine Aufgabe: digitale Beweise sicher auf einer Cloud-Plattform platzieren. Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Im Gegenteil: In Rekordzeit arbeitet der Angestellte seine beschauliche To-do-Liste ab. Acht Stunden pro Tag aber braucht er dafür keinesfalls. Doch das scheint ihn nicht weiter zu stören. Heimlich, still und leise erledigt er seinen Part-Time-Job.

Und dann kommt Corona – ein Wink des Himmels für den IT-Experten. Jetzt, da die ganze Kanzlei im Homeoffice ist, kann ihm niemand mehr auf die Finger schauen. Und das nutzt er schamlos aus.

Das erledigt sich doch von selbst

In der ersten Wochen gibt er nochmal richtig Gas und entwickelt ein Skript, das all seine Aufgaben automatisch abarbeitet. Und von da an hat er sozusagen jeden Tag Urlaub. Abgesehen von ein paar wenigen Routine-Kontrollen seines ausgeklügelten Systems erledigt sich seine Arbeit von allein.

Und die Raffinesse zahlt sich aus – im wahrsten Sinne des Wortes. Schließlich kassiert er weiterhin ein stolzes Gehalt von rund 90.000 Dollar – ohne einen Finger dafür zu krümmen. Der Grund: Es wird getan, was getan werden muss – dem automatisierten System sei Dank.

Seinen Tag vertreibt sich der IT-Mitarbeiter am liebsten mit Videospielen. Nur abends widmet er seinem gut bezahlten Job zehn Minuten, um nachzusehen, ob das System noch reibungslos funktioniert.

Doch nun stellt sich die große Frage: Wie ist der geniale Schwindel aufgeflogen? Gar nicht, der Mitarbeiter selbst hat sich verraten. In einem Reddit-Post teilt er seine Corona-Geschichte – aber natürlich unter einem Pseudonym.

Bullshit-Jobs? Nicht mit dem richtigen Studienabschluss!

Ob sich die Geschichte genau so zugetragen hat, bleibt natürlich fraglich. Ein Funke Wahrheit könnte aber durchaus dahinter stecken. Schließlich gibt es nicht gerade wenig Jobs, die keine 40-Stunden-Woche füllen können. In diesem Fall spricht der renommierte Ökonomie-Professor David Graeber von “Bullshit-Jobs“.

Mit einem Informatik- oder Software-Engineering-Studium ist man eigentlich jedoch weit entfernt von dieser Art Job. Denn eigentlich warten auf die Absolventen dieser Studiengänge spannende Aufgaben, die man nicht wirklich einem automatisierten System überlassen möchte. Darunter beispielsweise neben der Entwicklung, der Anwendung und dem Vertrieb von Software auch interdisziplinäre Team- und Führungsaufgaben mit Datenanalysten, Wirtschaftswissenschaftlern, Mathematikern, Naturwissenschaftlern oder Ingenieuren. Und das, das mag man mit dem Herrn in der oben geschilderten Geschichte gemeinsam haben, zu einem in der Regel äußerst attraktiven Gehalt.

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